Es war ein Negativkopierverfahren für kleine Auflagen, das auch für die Kopie auf Stein eingesetzt werden konnte. Eine Chromeiweißlösung war eine Lösung aus Albumin (Hühnereiweiß) in Wasser und einer Lösung aus Ammoniumbichromat in Wasser. Dabei diente die Albuminlösung als Trägerschicht, während durch das Bichromat die Schicht lichtempfindlich gemacht wurde. Bei der Belichtung unter einem Negativ verliert die vom Licht getroffene Schicht ihre Löslichkeit, sie wird gehärtet. Nach dem Auftragen einer dünnen schwarzen fetten Druckfarbe (Schutzfarbe) erfolgte dann die Entwicklung unter einer Wasserbrause mit einem Wattebausch. Dabei entstand ein positives Druckbild. Die gehärtete Kopierschicht bildete praktisch den Träger der Druckfarbe. Zum Schluss wurde die Platte mit Gummiarabicum oder einer Ätzgummierung gummiert. Es gab Negativkopien als Einschicht- und als Zweischichtenverfahren. (Mehr in Print 11/2006)