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Mi 11.04.18

Neuer Harlequin RIP führt PDF 2.0 ein


Die schnellste Druckmaschine der Branche bietet noch mehr Druckoptionen für Etiketten und Verpackungen, Querformat und Umschläge



Die Entwickler von Global Graphics Software stellen heute eine umfassende neue Version von Harlequin RIP® vor – der leistungsfähigen Drucktechnologie für die branchenweit wichtigsten digitalen Druckpressen.  Es ist der erste bedeutende PDF RIP für den Produktionsdruck, der Kompatibilität mit dem PDF 2.0-Standard ermöglicht, welcher im Jahr 2017 von der International Standards Organization veröffentlicht wurde und als erster "Post-Adobe"-Standard angepriesen wird.  Harlequin Version 12 enthält auch eine Fülle von Funktionen für High-Speed-Digitaldruck, einschließlich Advanced Inkjet-Screens™, die die Ausgabequalität verbessern, weitere Zusätze für Etiketten- und Verpackungsanwendungen sowie neue Funktionen für Druck im Querformat und das Bedrucken von Umschlägen.

Harlequin RIP wird von HP Indigo für das neu eingeführte HP Production Pro für Indigo Etiketten- und Verpackungsdruck verwendet und beschleunigt die RIP-Leistung im Vergleich zu früheren DFE-Versionen um das Fünffache.   Es wird auch bei Symphony™ von Durst sowie bei VersaWorks Dual RIP von Roland eingesetzt.

Der für die Qualität seiner Druckausgabe sowie seine Geschwindigkeit geschätzte Harlequin RIP wandelt Design- und Druckvorstufendaten in ein druckbares Format und leitet diese Seiten in atemberaubender Geschwindigkeit an die Presse weiter. 

Martin Bailey, CTO und Head of Product Management bei Global Graphics Software, meint: „Um bei der Einführung von PDF 2.0 auf Nummer sicher zu gehen, sollten Druckmaschinenhersteller gewährleisten, dass alle Anwendungen zur Verarbeitung von PDF-Dateien – wie das digitale Frontend (DFE) für Ihre Presse – aufgerüstet werden, um PDF 2.0 zu unterstützen. Ihr DFE ist der ideale Ausgangspunkt, denn wenn Ihr Kunde Dateien zur Verarbeitung sendet, die einige der neuen Funktionen in PDF 2.0 enthalten, werden diese normalerweise ohne weitere Benutzereingabe von einem älteren Lesetool ignoriert, was zu unerwarteten Ergebnissen bei der Ausgabe führt.“

Yogev Barak, Head of Strategy and Business Management bei HP Indigo meint dazu: „Tausende Kunden von HP Indigo nutzen Harlequin RIP von Global Graphics als Bestandteil unserer DFE-Lösungen (digitales Frontend). Verarbeitungsgeschwindigkeit RIP-Qualität und der große Funktionsumfang machen den Harlequin RIP zur idealen Lösung für unsere Digitaldrucksysteme.“

Konform mit dem PDF 2.0-Standard

Harlequin 12 unterstützt alle Funktionen des neuen PDF 2.0-Standards, die für den Produktionsdruck relevant sind. Wenn Ihr digitales Frontend nicht konform mit diesem neuen Standard ist, wird es ohne weitere Benutzereingabe die neuen Funktionen ignorieren, was zu unerwarteten Ergebnissen in der Ausgabe führt.  Wenn Sie Ihr DFE aktualisieren, können Sie PDF 1.7-Dateien ohne Probleme weiterverarbeiten – wenn Sie nicht aktualisieren, kann es hingegen zu Schwierigkeiten bei PDF 2.0-Dateien kommen.  Martin Bailey, CTO bei Global Graphics Software, hat ein White Paper mit dem Titel The impact of PDF 2.0 on print production verfasst, das zum Download bereit steht.

Generieren von Barcodes im RIP

Mit dieser neuen Funktion können Barcodes im RIP erstellt werden. Zur Verwendung für Postversand (Post-Strichcodes wie in den USA, Großbritannien, Deutschland, Korea, Japan, Australien usw.), Kundendialog (QR-Code usw.) Prozesssteuerung (Code 128 usw.) oder Logistik (Datamatrix, Aztec usw.) steht eine umfangreiche Symbolauswahl zur Verfügung. Die Strichcodes können auf die richtige Größe für die Ausgabeauflösung eingestellt werden, um die Lesbarkeit zu optimieren.

Dynamische Overlays für variable Daten

Einige Anwendungen wie Verpackungen, Etiketten, Umschläge und Industriedruck erfordern eine einfache Form der VDP-Unterstützung. Dies könnte der Fall sein, wenn eine einzelne Hintergrundseite mit Overlay-Grafiken kombiniert wird, die anhand von Daten aus einer Datei im CSV-Format oder einem ähnlichen Format ausgewählt werden.  Serielle oder Chargencodes können mittels dynamischer Zähler hinzugefügt werden, ohne zunächst Werte in eine CSV-Datei einzutragen. Das Anwenden von Overlays auf einer einseitigen PDF-Datei zum Hinzufügen von Text und Barcodes für Seriennummern, QR-Codes für personalisierte URLS, Post-Strichcodes und Adressen auf Umschlägen sowie für viele weitere Verwendungszwecke wird jetzt unterstützt.

Verbesserung der Tintenstrahlqualität

Eine Reihe neuer Software-Raster, die allen auf Inkjet-Druckmaschinen produzierten Druckausgaben den letzten Schliff verleihen, ist in Version 12 verfügbar.  Advanced Inkjet Screens™ beheben Mängel, die beim Strahlen der Tinte auf das Substrat entstehen können.  Es gibt zwei Varianten:  das Pearl-Raster wurde entwickelt, um die häufige Streifenbildung auf mehr oder weniger saugfähigen Substraten zu vermeiden, während das Mirror-Raster ideal für nicht saugfähige und schlecht benetzbare Oberflächen wie Blechdosen und flexible Verpackungen oder für Bereiche mit einer hohen Dichte an Metallic-Tinte ist, wo es zu einer spürbaren Reduktion von „Orangenhaut“-Fleckenbildung beiträgt. 

Zwei Versionen

Harlequin Version 12 ist in zwei Versionen erhältlich:  das Harlequin Host Renderer SDK, das für den Betrieb von digitalen Frontends in digitalen Produktionsumgebungen für hohe Volumen vorgesehen ist, sowie Harlequin Multirip für konventionellen und digitalen Produktionsdruck mit niedrigeren Volumen.