Do 15.12.16

Werbewirkung digitaler Rechnungen versandet: Geschäftsbriefe sind E-Mails voraus


Oft sparen Unternehmen an der falschen Stelle. Um Kosten zu reduzieren, versenden sie ihre Rechnungen elektronisch via E-Mail und PDF. Die Folge: Werbetexte auf den Rechnungen oder angehängten Flyern versanden und werden kaum wahrgenommen.

Im Vergleich zu Rechnungen, die direkt ins E-Banking-Portal geschickt wurden, lag die Empfehlungsrate bei der postalischen Post sogar um 18 Prozent höher.


Im Vergleich zu Rechnungen, die direkt ins E-Banking-Portal geschickt wurden, lag die Empfehlungsrate bei der postalischen Post sogar um 18 Prozent höher.


Zwei Studien der Schweizerischen Post zeigen, dass die Erinnerung an Werbung, die zusammen mit einer physischen Rechnung verschickt wird, signifikant höher ist, als bei der digitalen Variante. So wurde Werbung, die ein Schweizer Telekommunikationsunternehmen zusammen mit einer physischen Rechnung verschickte, fast vier Mal so oft beachtet, als Rechnungswerbung per E-Mail. Zudem wird physischen Rechnungen beigelegte Werbung als weniger störend und grundsätzlich interessanter bewertet.

Papierrechnungen verbessern die Empfehlungsrate
„Bisher ging man davon aus, dass sich Online-Medien besonders gut für das Empfehlungsmarketing eignen“, sagt Dorothe Eickholt, Geschäftsführerin von Asendia Germany und Asendia Austria. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen jedoch, dass Werbung auf physischen Rechnungen oder als Beilage deutlich besser abschneidet. So steigt die Empfehlungsrate um 11 Prozent, wenn Kunden die Rechnung inkl. Werbung in physischer Form statt als E-Mail mit PDF-Anhang erhalten. „Unserer Erfahrung nach wird auch international physischen Werbebriefen im Ausland mehr vertraut, da sie seriöser wirken als Onlinewerbung. Das hilft vor allem kleinen Unternehmen und Unternehmensgründern ihren Bekanntheitsgrad in neuen Auslandsmärkten zu steigern.“

Postalische Geschäftskorrespondenz liegt vor E-Mails
Rund ein Drittel von 400 befragten Firmen versendet Werbebeilagen mit ihren Geschäftsbriefen. Demgegenüber sind es via E-Mail nur 24 Prozent. In ihrer „Briefstudie“ hat die Schweizerische Post untersucht, welche Erfahrungen die Unternehmen mit schriftlicher Werbung in ihren Geschäftsbriefen gemacht haben. Das Ergebnis: In fünf zentralen Aussagen schneiden Werbebeilagen in postalischer Geschäftskorrespondenz besser ab als per E-Mail. So erzielt die Briefpost eine hohe Aufmerksamkeitswirkung, eignet sich gut für die Platzierung neuer Angebote, ermöglicht eine regelmäßige Kundenpflege, erzielt gute Verkaufsraten und bleibt lange in Erinnerung.