Mi 15.02.17

Lübecker Possehl-Gruppe mit Rekordgeschäftsjahr 2016


Das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 war das bisher erfolgreichste Jahr in der 169-jährigen Geschichte von Possehl. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis konnte der Lübecker Mischkonzern neue Rekordwerte erzielen und die bereits guten Vorjahreswerte nochmals übertreffen.

Nach bisher vorläufigen und noch nicht abschließend geprüften Zahlen wuchsen die Konzernerlöse um rund 10 % auf Euro 3,9 Mrd. Ein wesentlicher Teil des Umsatzwachstums entfällt auf das Edelmetallrecyclinggeschäft und ist die Folge gestiegener Edelmetallpreise. Ohne diesen positiven Preiseffekt blieb der Konzernumsatz bei einer insgesamt eher verhaltenen Weltkonjunktur und zahlreichen wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten gegenüber dem Vorjahr stabil.

Das Konzernergebnis vor Steuern nahm um mehr als 50 % auf den Rekordwert von Euro 242 Mio. zu. Neben einer Steigerung des operativen Ergebnisses in den Geschäfts-bereichen resultiert der deutliche Gewinnanstieg auch aus einmaligen Entkonsolidierungs-erfolgen, insbesondere aus dem Verkauf des Smartcardgeschäfts für die Chipkartenindustrie. Die um Edelmetallerlöse und einmalige Erträge bereinigte EBIT-Umsatzrendite (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag mit rund 7 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Uwe Lüders, Vorstandsvorsitzender bei Possehl, zeigt sich mit dem Geschäftsjahr 2016 insgesamt sehr zufrieden: „Wir haben bei Umsatz und Ergebnis neue Höchstwerte erzielt. Für diesen Erfolg haben alle Mitarbeiter hart gearbeitet und ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Unsere acht Geschäftsbereiche sind insgesamt gut und stabil aufgestellt und haben sich auch im abgelaufenen Jahr positiv weiterentwickelt. Unser finanzieller Erfolg verschafft uns einen großen Freiraum, um weiter in unsere Zukunft zu investieren, sei es in unseren bestehenden Geschäftsfeldern oder durch die Akquisition von neuen Unternehmen.“

Wie bereits im Vorjahr waren auch im Geschäftsjahr 2016 alle operativen Unternehmens-bereiche profitabel. Eine erfreuliche Entwicklung verzeichnete insbesondere der Bauleistungsbereich, in den Possehl in den vergangenen Jahren stark investiert hat und der mit einem Jahresumsatz von rund Euro 320 Mio. nunmehr eine tragende Säule im Possehl-Konzern bildet. Auch die weiteren Konzernsegmente haben eine stabile und gute Geschäfts-entwicklung verzeichnet. Dieses gilt vornehmlich für die Reinigungsmaschinen (Hako) und Elastomeranlagen für die Reifenindustrie (Harburg-Freudenberger), die beide bei leichten Umsatzrückgängen die guten Ergebnisse des Vorjahres bestätigen oder sogar steigern konnten. Im Geschäftsbereich Elektronik wurde der Abgang des Smartcardgeschäfts durch operative Verbesserungen weitgehend ausgeglichen.

Der im Verlauf des Jahres 2015 erfolgte Turnaround der beiden in Augsburg ansässigen und vom Strukturwandel besonders betroffenen Geschäftsbereiche Druckmaschinen (manroland web systems) und Dokumentenmanagementsysteme (BÖWE SYSTEC) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 als nachhaltig erwiesen. Beide Unternehmen konnten ihre Profitabilität spürbar steigern. Mit dem Erwerb der Mehrheit an dem holländischen Unternehmen Optimus Sorter hat BÖWE SYSTEC zudem in das zukunftsträchtige Logistik- und eCommerce-Geschäft investiert.

Das Mittelstandssegment ist in den vergangenen Jahren jährlich zweistellig auf einen Umsatz von mehr als Euro 300 Mio. gewachsen. Im vergangenen Jahr betrug die Steigerung 20 %, wesentlich getrieben durch den Erwerb von ARBAprocessing.

Neben den Ertragskennzahlen haben sich auch die finanziellen Eckdaten des Konzerns nochmals verbessert. Die Eigenkapitalquote im Konzern erhöhte sich auf 54,3 % und auch die frei verfügbare Nettoliquidität stieg auf den Rekordwert von Euro 352 Mio. an. „Diesen sehr hohen Geldbetrag wollen wir mit Bedacht in die Zukunftssicherung von Possehl investieren. Wir werden uns nicht durch niedrige oder sogar negative Anlagezinsen zu einem unvorsichtigen Handeln verleiten lassen. Unseren Weg des nachhaltigen und profitablen Wachstums werden wir auch zukünftig fortsetzen“, sagt Uwe Lüders vorausschauend.