Mi 12.07.17

Geschäftsbetrieb des Druckhauses Weppert aus Schweinfurt wird fortgeführt


Das Amtsgericht Schweinfurt hat mit Beschluss vom 7. Juli 2017 den Sanierungsexperten Peter Roeger von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH bestellt.

Der Sanierungsexperte erklärt: „Der Geschäftsbetrieb wird nahtlos fortgeführt. Bestehende Aufträge und sämtliche neue Aufträge werden pünktlich bearbeitet und ausgeliefert. Die Kunden können sich darauf verlassen.“

Grund für den Insolvenzantrag ist der überraschende und kurzfristige Wegfall eines wichtigen Großkunden, den das Unternehmen kurzfristig nicht kompensieren kann. Geschäftsführer Norbert Hettrich sagt: „Wir werden alles daransetzen, um diese schwierigen Phase zu meistern. Wir werden den vorläufigen Insolvenzverwalter bestmöglich unterstützen, damit unser Druckhaus wieder erfolgreich ist.“

Die Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH bietet ein umfassendes Leistungsspektrum für Printerzeugnisse. Das Spektrum reicht von der Mengenfertigung hochwertiger Premium Print-Produkte im Offset- und Digitaldruck bis hin zu hochindividualisierten Produktlösungen. Die Traditionsfirma arbeitet mit mehreren Kooperationspartnern zusammen wie etwa dem Online-Druckportal xposeprint.de sowie dem Web-to-Print-Portal VIP PRINT. Der Insolvenzantrag gilt jedoch nur für die Druckhaus Weppert Schweinfurt GmbH.
 
Die Gesellschaft beschäftigt rund 150 Mitarbeiter. Auf einer Versammlung wurden die Beschäftigten über die aktuelle Situation informiert. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert. In den kommenden Wochen wird der Verwalter Sanierungsmaßnahmen umsetzen. Sein Ziel ist es, die Arbeitsplätze zu erhalten. Zum PLUTA-Team gehört noch Rechtsanwalt Patrick Meyerle.

Das Unternehmen und der Insolvenzverwalter werden unterstützt von dem Unternehmensentwickler und Restrukturierungsmanager Markus Urrutia von CONSABIS mit Sitz in Lohr am Main. Der Experte erklärt: „Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist nach wie vor hoch. Das Druckhaus hat sich sehr gut aufgestellt. Die Prozesse im Unternehmen sind eingespielt, doch selbst ein so gut geführtes Unternehmen kann einen unvorhergesehenen Umsatzeinbruch nicht verkraften. Die Voraussetzungen für das Druckhaus sind damit ausgesprochen gut, eine dauerhafte Fortführungslösung zu erzielen. Neue profitable Umsätze werden dabei der Hebel zum Erfolg sein.“