Mi 01.11.17

Kalkulationssatzvergleich nun auch mit Werten für mehrere Digitaldruckmaschinen


Teilnehmern am Kalkulationssatzvergleich der KoCo können nun Kalkulationssätze für weitere Druckmaschinen zur Verfügung gestellt werden, darunter vor allem Digitaldruckmaschinen. Mit den Ergebnissen der Studie können wichtige Informationen über die aktuelle Marktlage zur individuellen strategische Planung eingesetzt werden. Die Studie ist als Dauerstudie angelegt, so dass eine Teilnahme von Druckereien, Buchbindern und Vorstufenbetrieben jederzeit möglich ist. Alle Betriebe, die bis Ende November teilnehmen, erhalten eine Auswertung noch vor Weihnachten 2017.

Die bereits dritte Auswertung des KoCo-Kalkulationssatzvergleichs liefert 37 Stundensätze und Stückkostenwerte diverser Maschinen und Arbeitsplätze der Bereiche Druckvorstufe, Druckformherstellung, Digitaldruck, Bogenoffset und Weiterverarbeitung. Die Kalkulationssätze werden als Zentral- und Quartilswerte aufgelistet. „Auf diese Weise lässt sich die Spannweite der mittleren 50 % der Teilnehmerwerte darstellen“, erläutert Hubert Höger, Geschäftsführer der datamedia GmbH und KoCo-Partner. „Das Ziel der Auswertungsmethode ist, dass Ausreißer keinen wesentlichen Einfluss auf die zentralen Ergebnisse besitzen.“ Für jede ausgewertete Kostenstelle wird die Spannweite zwischen dem 1. und dem 3. Quartil angegeben.

Erstmals können auch für drei Bogen- und eine Rollen-Digitaldruckmaschine Stunden- und Stückkostensätze aufgelistet werden. „Interessant ist etwa die Erkenntnis, dass der Zentralwert der mehrfarbigen Digitaldruck-Rollenmaschine mit InkJet-Tinte niedriger liegt als derjenige der mehrfarbigen Digitaldruck-Bogenmaschine mit Flüssigtoner“, berichtet Höger weiter. „Dabei weisen die InkJet-Rollen eine Spannweite zwischen dem 1. und 3. Quartil von 261 % aus. Bei den Flüssigtoner-Bogenmaschinen liegt diese Range nur bei knapp 56 %.“

Für den Bogenoffset liegen nun Werte für insgesamt zwölf Maschinenklassen vor. Diese reichen von der Einfarben im B3-Format über zwei-, vier- und fünffarbige B2-Maschinen bis hin zu den B1-Maschinen mit bis zu acht Druckwerken. Für B1-Maschinen können auch zwei Maschinenklassen mit Lackwerk separat ausgewiesen werden. Die mit 8 % niedrigste Spannweite zwischen dem 1. und 3. Quartil weisen die B1-Fünffarben-, die höchste mit 53 % die B2-Zweifarbenbogenmaschinen aus.

Vom Schneiden und Falzen über das Sammeln und Zusammentragen bis hin zum Heften und dem Versand reichen die Prozessschritte der Weiterverarbeitung, für die Kalkulationssätze vorliegen. Auch für kleine Maschinen, Handarbeit und Versandtätigkeiten werden Werte ausgewiesen. Trotz sehr unterschiedlicher Fertigungsumgebungen und Prozessabläufe bei den Teilnehmerbetrieben liegen auch in diesem Bereich die Spannweiten der ausgewiesenen Kalkulationssätze in sehr niedrigen Größenordnungen von 20 bis 60 %.
 
Durch neu eingehende Meldungen erfolgt eine fortlaufende Aktualisierung der im Sommer 2016 gestarteten Studie. Aus diesem Grund hat jeder an den Ergebnissen interessierte Unternehmer der Branche weiterhin die Möglichkeit, an der Studie teilzunehmen. Um die Ergebnisse zu erhalten, ist es lediglich notwendig, den Erhebungsbogen auszufüllen und die eigenen Kostensätze, mit denen kalkuliert wird, zur Verfügung zu stellen. Jeder Teilnehmer, der bis Ende November den ausgefüllten Erhebungsbogen einreicht, erhält noch vor Weihnachten 2017 einen Auswertungsbericht, in dem die eigenen Daten im Auswertungstableau Berücksichtigung finden.