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Mo 08.11.10

Müller-Martini-Openhouse in Maulburg


Vorführungen der Druckmaschinen Alprinta V und VSOP, zahlreiche Fachreferate sowie Präsentationen von Zulieferern und Partnern – das unter dem Thema „Etiketten und flexibler Verpackungsdruck – der Prozess“ stehende dreitägige Openhouse von Müller Martini in Maulburg bot den rund 300 Besuchern ein volles Programm. Auf besonderes Interesse stieß die live vorgeführte neue VSOP-Druckmaschine mit Schwerpunkt UV-Inertisierung und Elektronenstrahlhärtung.


Die live vorgeführte neue VSOP-Druckmaschine mit Schwerpunkt UV-Inertisierung und Elektronenstrahlhärtung stieß bei den rund 300 Openhouse-Besuchern auf besonderes Interesse.

„Etiketten und flexible Verpackungen gehören zu den wenigen Märkten in unserer Branche, die am Wachsen sind“, meinte David Strobbe, kaufmännischer und technischer Direktor der Druckerei Strobbe im belgischen Izegem. Entsprechend groß war die Resonanz auf das Openhouse von Müller Martini. Rund 300 Besucher aus aller Welt sahen im Training Center Druck Maulburg (Deutschland), wie Müller Martini zusammen mit mehreren Partnern sein großes Know-how im Etiketten- und speziell im Verpackungs(druck)markt demonstrierte. Mit besonderer Spannung wurden deshalb die Live-Vorführungen der neulancierten Variable Sleeve Offset Printing (VSOP) mit Schwerpunkt UV-Inertisierung und Elektronenstrahlhärtung erwartet.
Um sich ein eigenes Bild von der neuen VSOP zu machen, hatte Greg Petzer, Generaldirektor von Afripack Consumer Flexibles (ACF) in Pinetown, eigens den langen Weg von Südafrika nach Maulburg auf sich genommen. „Ich kannte die VSOP, die meiner Ansicht nach eine neue Ära in der Drucktechnologie einläutet, vom Internet und Prospekten. Aber ich verstehe sie wesentlich besser, wenn ich sie live in Aktion sehe. Deshalb ist mir nach der Live-Vorführung viel klarer, was die VSOP-Druckmaschine alles kann. Das war es definitiv wert, ans Openhouse zu kommen.“
Welche Möglichkeiten die neue VSOP-Drucktechnologie eröffnet, wollte auch Arnella Nechita Rotta, Generaldirektorin von Sunimprof Rottaprint im rumänischen Apahida, mit eigenen Augen sehen. „Der Etiketten- und Verpackungsmarkt verlangt heute kleinere Auflagen, schnellere Lieferzeiten, eine höhere Flexibilität und einen guten Preis. Da ist es sehr praktisch, wenn insbesondere Wiederholjobs schnell eingerichtet werden können. Denn oft werden bei Lebensmittelverpackungen nur Kleinigkeiten im Textbereich geändert, die Farbeinstellungen bleiben jedoch die gleichen.“ Dass die VSOP einfach zu bedienen ist, stellte auch Fausto Marani, Geschäftsführer von Etimar Produzzione Etichette in Villafranca (Italien) fest: „Es ist beeindruckend, wie schnell die Jobwechsel vorgenommen werden können.“
Begleitet wurden die Vorführungen der VSOP und Alprinta V mit Fachvorträgen auf Deutsch und Englisch zu verschiedenen Themenschwerpunkten rund um den Etiketten- und Verpackungsdruck. Dass diese bei den Besuchern gut ankamen, bewiesen die meist bis auf den letzten Stuhl besetzten Räume. „Ich kann ja an einem Openhouse nicht sieben Stunden lang die Maschinen anschauen“, sagt David Strobbe. „Deshalb fand ich diese ergänzenden Fachreferate eine ausgezeichnete Idee. Es war interessant, von kompetenten Leuten zu erfahren, was im Markt passiert.“
Für Hart Swisher, Director und Chief Research & Innovation bei Hammer Packaging in Rochester, NY (USA), die zwei VSOP-Maschinen im Einsatz hat, „war besonders wichtig, dass ich mich mit der Denkweise von europäischen Druckern vertraut machen konnte. Denn es gibt gewisse Unterschiede zwischen Europa und den USA, und man kann auf solchen Veranstaltungen immer wieder einiges dazulernen.“ Auch Fausto Marani fand die Vorträge eine ausgezeichnete Sache: „Man kann sich bestens über zukünftige Entwicklungen informieren und Ideen für neue Märkte gewinnen.“ Arnella Nechita Rotta war insbesondere von den Ausführungen Dr. Stéphane Papillouds von Nestlé begeistert: „Es war sehr interessant, aus erster Hand zu erfahren, was unsere Kunden wollen und wie wir deren Anforderungen bezüglich Lebensmittelverpackungen erfüllen müssen.“
Neben den Maschinen-Demos und Referaten waren Präsentationen von Zulieferern für Druckmaschinen die dritte Komponente des Openhouses. Für Arnella Nechita Rotta war dies sehr hilfreich, „denn wie Müller Martini zeigten mir auch die Zulieferer, die mit den Maschinenherstellern und uns Druckern ein Team bilden, viele neue Trends auf.“