Mo 21.02.11

Die Hunkeler Innovationdays – da spielt die Musik


Digitaldruck ist am Start. Was bei Hunkeler zu sehen war, erstaunt und bietet einen realistischen Blick in die Zukunft der Druckindustrie. Unfassbar viele Kunden aus der ganzen Welt kamen nach Luzern. Auch Vertreter aus deutschen Druckereien waren vor Ort. Gut, denn dort finden sie zukunftssichernde Ideen fürs eigene Geschäft.

Hunkeler


HighSpeed-Produktion von Rolle zu Rolle.


Dynamische Buchblock-Produktion.

Mehr als 5.000 Besucher aus der ganzen Welt besuchten die Leistungshow in Luzern, die der Schweizer Finishing-Spezialist Hunkeler seit 1998 im zweijährigen Turnus veranstaltet. Die Veranstaltung, die sich von der reinen Hausmesse mittlerweile zu einem Treffpunkt von Digitaldruck- und Finishing-Spezialisten weltweit entwickelt hat, lockt sogar Besucher aus Nord- und Süd-Amerika, Australien und Japan in die schöne Schweizer Bergwelt. 

Mit 80 Partnern zeigte das Unternehmen vom 14. bis 17. Februar rund 30 Drucklösungen mit Hunkeler Maschinen, darunter waren nach Angaben der Veranstalter einige Weltneuheiten. Dabei ging es von der Buchproduktion, über die digitale Zeitungsherstellung bis hin zu Transpromo- und Mailing-Lösungen. Unter anderem zeigte Hunkeler eine neue Buchblock-Lösung, die vorberdruckte Papierollen bis zu einer Breite von 762 Millimeter zu Buchblöcken verarbeitet und zwar in einer Geschwindigkeit bis zu 200 Meter pro Minute. 

Warum soviele Besucher die lange Anreise auf sich nehmen, wird schnell deutlich, denn "es geht um Kundenprojekte, nicht um Standardapplikationen", wie Projektleiter Philipp Fritschi erklärt. Nirgendwo sonst finden Kunden alle wichtigen Industriepartner so kompakt an einem Fleck, um hier nur einige zu nennen: Kodak, Océ, Punch Graphics (Xeikon), Xerox, Ricoh Infoprint Solutions, Hewlett Packard, Pitney Bowes, GUK, Müller Martini, Nipson, Sitma, Screen, Impika, Horizon, Böwe und Kern.

In trotzdem überschaubarer Atmosphäre konnten die vielen kleinen und große Kunden in persönlichen Gesprächen mit den Anbietern über ihre ganz individuellen Anforderungen aus der Praxis sprechen und fanden die mehr als 30 verschiedenen Lösungen in einer Halle vor. Keine langen Wege – keine Schnörkel auf der Ausstellungsfläche. Denn: Der Schwerpunkt liege nicht auf Show, bekräftigte Stefan Hunkeler, CEO der Hunkeler AG, sondern "mehr auf Leistung."

Zusätzlich zur Messe-Veranstaltung gab es eine Konferenz, die vom Verband Doxnet durchgeführt wurde. Der rund 600 Mitglieder starke Fachverband vertritt unternehmen und Organsiationen, die an der Entwicklung und dem Einsatz von Technologien im Bereich Dokumenten-Management beteiligt sind.

Ein Messekonzept der Zukunft
Der Spirit des Events war positiv und der Erfolg  messbar - die Besucher wollen genau das sehen, was die Hunkeler Innovationdays zeigen - konkrete Produktions-Lösungen. Das bedeutet, dass die Hersteller zusammenarbeiten und – funktionieren müssen. Digitaldruck gewinnt dadurch noch mehr an Stärke und Flexibilität und die Lösungen entwickeln sich mit den Anforderungen.

Eines machten die Hunkeler Innovationdays 2011 deutlich: Der digitale Produktionsdruck wächst in großen Schritten und ein Messekonzept á la Hunkeler ist genau das, was die Messebesucher der Zukunft benötigen, denn durch die enge Verzahnung der Hersteller und der einzelnen Lösungen erhält jeder Kunde den größtmöglichen Nutzen für seine Bedürfnisse. (abö)