Mi 30.09.20

Marken zeigen ihr Gesicht, der Marlboro Cowboy geht in Rente


„Marken zeigen ihr Gesicht“, unter diesem Motto findet am 12. November 2020 der 23. Verpackungsdialog des Deutschen Verpackungsmuseum in Heidelberg statt. In jährlicher Regelmäßigkeit präsentieren sich hier hochrangige Vertreter bedeutender Marken. Viele dieser Markenbilder sind längst etablierter Bestandteil der Alltagskultur. Was es bedeutet, wenn sich ein Konzern von seiner Kernmarke verabschiedet, den Marlboro Cowboy endgültig in Rente schickt, erläutert den Besuchern des diesjährigen Verpackungsdialogs der Marketing Direktor von Philip Morris Deutschland, Thorsten Scheib. Weitere Speaker sind William Verpoorten (Eierlikör), Moritz Bahlsen (Lorenz Snack-World) und Oliver Sladek (SURIG).

Der Marlboro Cowboy muss wohl endgültig in Rente. Der Abschied des Konzerns Philip Morris von seinem langjährigen Kernprodukt ist zum Greifen nah. Ein spannender Transformations-Prozess steht an, der von Philip Morris Marketing Direktor (D), Thorsten Scheib, begleitet und den Besuchern des 23. Verpackungsdialogs erläutert wird. Quelle Pressefoto: Unsplash, Vidar-Nordli-Mathisen


Der Marlboro Cowboy muss wohl endgültig in Rente. Der Abschied des Konzerns Philip Morris von seinem langjährigen Kernprodukt ist zum Greifen nah. Ein spannender Transformations-Prozess steht an, der von Philip Morris Marketing Direktor (D), Thorsten Scheib, begleitet und den Besuchern des 23. Verpackungsdialogs erläutert wird. Quelle Pressefoto: Unsplash, Vidar-Nordli-Mathisen

Marken sind lebendig, sie kommunizieren ihre Eigenschaften, ihre Attribute, über Werbung und ihr identitätsstarkes, unverwechselbares Verpackungsdesign. Die Figur des „Marlboro Man“ wurde 1954 von Werbern der Agentur Leo Burnett, Chicago, geschaffen. Männlicher wollte die Zigarettenfirma Philip Morris die Marke positionieren, empfanden doch viele Kunden Zigaretten mit Filter damals als zu weiblich. Einer Historie der Werbefigur in der „Denver Post“ zufolge posierten besonders in den frühen Zeiten der Werbekampagne mehrere hundert Männer als „Marlboro Man“. Abenteuer, Freiheit, Genuss und die Unabhängigkeit des Mannes standen im Mittelpunkt der erfolgreichen Markenikone. Jetzt ist der Abschied des Konzerns Philip Morris von seinem langjährigen Kernprodukt zum Greifen nah. Ein spannender Transformations-Prozess steht an, der von Philip Morris Marketing Direktor (D), Thorsten Scheib, begleitet und erläutert wird.

„Ei, ei, ei Verpoorten“ – mit dem gesungenen Markenslogan, heute würde man das als „Soundlogo“ bezeichnen, wurde ab 1961 dem traditionsreichen Eierlikör aus Bonn der Zugang zu neuen Zielgruppen geschaffen. Die Marke reicht in ihren Anfängen bis 1876 zurück und wird in fünfter Generation von der Familie geführt. William Verpoorten wird von einer Marke berichten, die unter anderem auch Tiefkühltorten, Gebäck, Pralinen, Schokolade, Eiscreme und Desserts im Portfolio hat.

Auch wenn aus den einstigen „Salzletten“, die für die salzige Snack-Kultur seit ihrer Einführung 1935 stehen, mittlerweile „Saltletts Sticks“ (2003) geworden sind: Die erfolgreiche Marke führt zu Hermann Bahlsen(1859-1919) einen der bedeutendsten deutschen Unternehmer und Kunst-Mäzene. Über die Zukunft der salzigen Marken des einstigen „Bahlsen-Imperiums“ wird Moritz Bahlsen (Lorenz Snack-World-World) berichten.

„SURIG“ ist der Name einer Essigessenz, die in der markenprägenden Flasche mit dem gelben Verschluss bereits 1922 das Licht des Marktes erblickte. In Zeiten der Covid 19 Pandemie ist aus dem Lebensmittel auch ein essigsaurer Hygiene-Spender in Spray-Form geworden. Welches Potential in der geschichtsreichen Marke steckt, davon berichtet Oliver Sladek.