Mi 10.10.18

Innovative Plasmalösungen zur hohen Haftung von Druckfarben


Auf der INPRINT in Mailand werden sich die Partner Plasmatreat und Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) erstmals auf einem Gemeinschaftsstand präsentieren. Grund für den gemeinsamen Auftritt sind die mit der Openair-Plasma®-Technik ausgestatteten UV-Inkjet-Digitaldruckmaschinen OMNIFIRE 250 und OMNIFIRE 1000. Mit ihnen lassen sich Objekte jeglicher Form in Kurzzeit individuell veredeln und bedrucken. Eine von Plasmatreat patentierte Rotationdüsentechnik sorgt hierbei für die optimale Haftung der Druckfarben auf den Freiformobjekten durch eine hochwirksame atmosphärische Plasmavorbehandlung.

Wirklich runde Objekte, wie Kugeln oder Bälle, konnten bislang nur im Siebdruck oder durch laminierte Folien optisch gestaltet werden. Wie es jetzt auch digital geht, erfahren die Standbesucher anhand eines besonderen Highlights - einem plasmabehandelten und im UV-Inkjet-Digitaldruck personalisierten Fußball.

„Bei Umdrehungen von 2700U/min strömt das Plasma aus der rotierenden Düse auf die Oberfläche. Es bewirkt in Sekundenschnelle nicht nur die Feinreinigung, sondern gleichzeitig auch eine Aktivierung des Substrats auf molekularer Ebene. Dadurch wird die Vernetzung der Druckfarbe mit dem Material signifikant verbessert und ihre langzeitstabile Haftung auch bei hoher Beanspruchung gesichert“, beschreibt Bas Buser, Market Manager Printing bei Plasmatreat, die Wirkung des Plasmaeffekts.

Außer für den Digitaldruck wird Plasmatreat auch neuste Vorbehandlungslösungen für andere Druckverfahren vorstellen: Die Plasmazelle PTU1208 wurde speziell für die funktionale Plasmabeschichtung von Oberflächen im kontinuierlichen Druckdurchlauf entwickelt. Die plasmapolymere PlasmaPlus®-Nanobeschichtung ersetzt hier umweltfreundlich und qualitätsoptimierend übliche lösemittelhaltige Primerprozesse. Die vollautomatisierte Inline-Station beinhaltet zwei Rotations-Doppeldüsensysteme und dient der anwendungsspezifischen Vorbehandlung kleiner Flachmaterialien - wie beispielsweise Glasdisplays - vor der Bedruckung.

Eine weitere Live-Performance zeigt Plasmatreat mit dem neu entwickelten linear arbeitenden Plasmasystem PFW70, das Materialien vor ihrer Bedruckung bis zu einer Breite von 70 mm mit hoher Geschwindigkeit vorbehandelt. Plasmatreat demonstriert die Plasmawirkung auf einem runden Behälter aus Polypropylen (PP). Kunststoffe wie PP bedürfen zwingend einer Oberflächenaktivierung, da sie aufgrund ihrer niedrigen Oberflächenenergie sehr schlechte Hafteigenschaften aufweisen. Die Plasmabehandlung bewirkt, dass die Oberflächenenergie signifikant ansteigt und damit die erforderliche homogene Benetzbarkeit der Oberfläche und ausgezeichnete Haftungseigenschaften für die Druckfarben erzielt werden.