»Zeitgemäße Regelungen sollen langfristig Arbeitsplätze sichern – was muss rein in den neuen Manteltarifvertrag?«



Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender


Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender

Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender:

Die Kündigung des Manteltarifvertrages in der Druckindustrie und die Forderungen des bvdm sind unsozial und völlig inakzeptabel. Eine Verlängerung der Arbeitszeiten und die Absenkung der Maschinenbesetzung hätte eine enorme Beschleunigung des Beschäftigungsabbaus, ein Anheizen des Unterbietungswettbewerbes und nicht hinnehmbare Arbeitsbedingungen zur Folge. In Teilbereichen der Druckindustrie, namentlich z. B. der Zeitungsbetriebe, wäre vor dem Hintergrund sinkender Auflagen Arbeitszeitverkürzung ein wirksames Mittel zur Beschäftigungssicherung.

Ein zukunftsfähiger Manteltarifvertrag in der Druckindustrie muss attraktiv für Fachkräfte sein. Mit den Plänen des bvdm, tarifliche Entgeltbestandteile massiv zu kürzen, wird das Gegenteil erreicht. Um faire Wettbewerbsbedingungen und die Bekämpfung von Lohndumping zu erreichen hat ver.di dem bvdm Vorschläge zur Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge gemacht. Das lehnt der Verband ab. Zudem brauchen wir in dieser Branche verbesserte Aus- und Weiterbildung, Entlastung für Schichtarbeiter/innen und ältere Beschäftigte.