»Sind Sie von den Papierpreissteigerungen betroffen? Was bedeutet das für ihr Geschäft und reagieren Sie darauf?«



Bodo F. Schmischke, Sprecher des Vorstandes, EKDD – Einkaufskontor Deutscher Druckereien eG.


Bodo F. Schmischke, Sprecher des Vorstandes, EKDD – Einkaufskontor Deutscher Druckereien eG.

Bodo F. Schmischke, Sprecher des Vorstandes, EKDD – Einkaufskontor Deutscher Druckereien eG.:

„Natürlich sind auch die Mitglieder der EKDD – Einkaufskontor Deutscher Druckereien eG von den Papierpreiserhöhungen betroffen. In Anbetracht der Marktentwicklung ist das auch für unseren Einkaufsverbund, der im Rahmen von Kooperationen rund 50.000 Jahrestonnen Papier kauft, nicht zu vermeiden. Hinzu kommt, dass der Papierverbrauch unserer Mitglieder – entgegen des Markttrends – wächst. Durch den gebündelten Einkauf konnten wir bislang die Preissteigerungen immerhin etwas moderater gestalten. Ob dies – insbesondere auch bei dem Ertragsdruck und den Ertragsproblemen des Großhandels - so bleibt, ist schwer zu beurteilen. Denn neben den Druckereien steht auch der Papiergroßhandel zwischen den Fronten: Papierfabriken, die die Preise erhöhen um Ertragsziele zu erreichen und Druckereien, die die erhöhten Preise nicht oder kaum weitergeben können. Denn genau das ist die Herausforderung für unsere Mitglieder: Die Kunden akzeptieren praktisch keine Preissteigerungen.

Weiter verschärft wird die Situation durch Versorgungsengpässe: Vor allem im Bereich der PrePrint sind die Papierfabriken bereits bis ins Jahr 2019 hinein ausgeplant. Als Folge haben sich nicht nur die Lieferzeiten drastisch verlängert, sondern teilweise sind die Mengen gar nicht verfügbar. Oder sie werden nur gegen deutliche Preisaufschläge zur Verfügung gestellt.“