»Wie schätzen Sie die geplante Urheberrechtsreform ein?«



Prof. Dr. Klemens Skibicki
, Geschäftsführender Gesellschafter

 PROFSKI GmbH


Prof. Dr. Klemens Skibicki
, Geschäftsführender Gesellschafter

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Prof. Dr. Klemens Skibicki
, Geschäftsführender Gesellschafter

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„Die Reform ist im Kern ein Besitzstandswahrerkampf. Im Vor-Internet-Zeitalter konnten sich Verwerter den Löwenanteil der Einnahmen sichern da ohne deren Infrastruktur ein Urheber gar nicht erst an Publikum kam. Statt vorab sein kreatives Eigentum verkaufen zu müssen bauen sich heute Kreative auf YouTube und Co selbst zu Stars auf und müssen viel weniger dafür abgeben. Da aber „das Web bietet vielen Urhebern bessere Möglichkeiten“ nicht überzeugend klingt, schiebt man den Schutz der kleinen Urheber nach vorne. Die Pflicht zur üppigen Erlösweitergabe von Verwertern an Urheber fehlt jedoch in der Reform – entlarvend! Die gesellschaftlichen Kollateralschäden sind  immens: Außer den heutigen US-Riesen wird sich kaum einer unumgängliche Uploadfilter leisten können und damit macht die EU hinter diesem Oligopol selbst die Tür zu – Reduktion von Vielfalt und Overblocking sind damit für Europäer garantiert und eines Tages könnten auch einfach oppositionelle Meinungen herausgefiltert werden.“