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Do 30.09.10

KBA und Climatepartner starten gemeinsame Online-Plattform


Ein Interview mit Klaus Schmidt (Koenig & Bauer AG) und Moritz Lehmkuhl (Climatepartner) zum Thema Nachhaltigkeit in der Druckbranche


Klaus Schmidt: „Umweltthemen… haben bei Investitionsentscheidungen in vielen Industrieländern enorm an Bedeutung gewonnen.“


Moritz Lehmkuhl: „Wir können einen sehr viel ‚reiferen‘ und bewussteren Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit beobachten.“

Würden Sie zustimmen, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg nicht im Widerspruch stehen, somit ökonomisches Denken und ökologische Druckproduktion gleichzeitig möglich sind?
Klaus Schmidt: Genau diesen Hinweis geben wir immer wieder in Veröffentlichungen und Anwenderberichten zu den Öko-Vordenkern innerhalb unserer weltweiten Kundschaft. Für den wasserlosen Druck mit unserer am Weltmarkt einzigartigen Zeitungsrotation KBA Cortina ist dies seit Jahren eines unserer zentralen Argumente. Und wir stellen fest, dass auch immer mehr Anwender umweltbewusstes Handeln als Kostensenkungspotenzial oder als interessantes Feld zur Marktdifferenzierung entdecken. Weniger Umweltbelastung muss und wird zum Qualitätsmerkmal werden, zunächst in den Industrieländern, zunehmend aber auch in wachstumsstarken und bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China. Dies schon, um die negativen Folgen des wachsenden Wohlstands und Ressourcenverbrauchs einzugrenzen. Die zunehmenden Klima- und Umweltkatastrophen haben in den Entwicklungs- und Schwellenländern aufgrund der fehlenden Infrastruktur für die Bevölkerung besonders schlimmen Folgen. Ich denke deshalb, dass sich auch dort allmählich ein Bewusstseinswandel durchsetzen wird.
Moritz Lehmkuhl: Definitiv ja. Gerade in den schwierigen Zeit können wir zwei unterschiedliche Bewegungen beobachten: Überspitzt formuliert steigt ein Teil der Unternehmen in einen immer ruinöseren Preiswettbewerb ein, bis sie es sich zum Großteil selbst nicht mehr leisten können. Der andere Teil setzt gezielt auf Qualität, wobei Umwelt – und Klimaschutz – ein Bestandteil des bewussten und ganzheitlichen Qualitätsansatzes ist. Gerade bei denen, die den zweiten Weg  gehen, sehen wir, dass es ihnen tendenziell besser geht und sie nicht so stark von der Rezession betroffen sind. (Mehr in Print 9-10/2010)