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Mo 25.10.10

Umweltfreundlicher Druck im 3B-Format


Bei der Druckerei Mehgro im thüringischen Urbach bei Nordhausen wurden mit dem Bau einer neuen Druckhalle für eine Roland 700 Hiprint ergonomische Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter, aber auch für mehr Ressourcenschonung geschaffen.


Das Team der Druckerei Mehgro beantwortete beim Openhouse Kundenfragen zu allen Themen rund um nachhaltiges Arbeiten und Energie- und Ressourceneinsparung. Im Bild links Mehgro-Geschäftsführer Rainer Große.

Ende September feierte die Mehgro mit einem Openhouse die Einweihung der neuen Druckhalle. Im Gebäude stehen u.a. eine neue Roland 700 Hiprint mit fünf Druckwerken und einem Inlinelackierwerk sowie neue Weiterverarbeitungsmaschinen. Mit diesen Investitionen, erstmals ins größere 3B-Format, macht Mehgro in punkto Ökologie einen weiteren Schritt nach vorn. Strom-, Wasser-, Wärme- und Kälteversorgung sind in einem ganzheitlichen, ressourcensparenden Energiekonzept integriert. Mehgro-Geschäftsführer Rainer Große: „Eine ökologische Ausrichtung ist absolut notwendig. Wir erwarten beim Einkauf von gesunden Lebensmitteln, dass wir uns auf die Aussage verlassen können, dass sie ohne Spritzmittel hergestellt wurden. Auch bei Drucksachen darf nicht geschludert werden. Wir tun alles dafür, ressourcenschonend zu produzieren. Darauf kann man sich verlassen.“
Beim Bau der neuen Druckhalle ergriff Mehgro die Chance, die Druckproduktion ökonomisch und ökologisch zu optimieren. Mit Energiespezialisten wurde die Strom-, Wasser- und Luftversorgung in einem zeitgemäßen Gesamtkonzept von Maschinen und Gebäude integriert. Die zentrale Druckluftversorgung und dezentrale Ejektoren versorgen sämtliche Produktionsanlagen mit Saug- oder Blasluft. Der Gesamtenergieaufwand wird durch Brunnenkühlung, Wärmetauscher und Wärmerückgewinnung deutlich gesenkt, Öl- oder Gasheizung sind nicht erforderlich. Die Bauweise erlaubt es, Abwärme optimal in den Wärmetauscher abzuführen und einzuspeisen. So versorgt im Wärmekreislauf eine Fußbodenheizung die gesamte Halle mit einem angenehmen Raumklima und senkt gleichzeitig den Energiebedarf. Auch der eigene Brunnen hat sich bereits bewährt: Er speist den Kaltwasserdurchlauf, dieser senkte die Temperatur im heißen Juli 2010 ohne nennenswerten Energieaufwand um durchschnittlich zehn Grad. Die Temperaturverhältnisse konnten so wirtschaftlich konstant gehalten werden, was einer stabilen Produktqualität dient und auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördert. (Mehr in Print 11-12/2010)