Fr 07.08.09

Bildsprache für Medienprofis, Teil 4, Interaktive Bilderwelten - Jedem seine Bilderwelt!


Die Medien-Technologie des 21. Jahrhunderts hat nicht nur die Art und Weise der Bilderzeugung und Verbreitung verändert, sondern auch den Verbraucher.

Die aktuelle Werbekampagne des italienischen Jeans Herstellers Diesel ist einmal mehr Weg weisend für die Werberzunft: wie Gemälde inszenierte High-End-Fotos kokettieren mit dem Weltuntergang.


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In seiner neuen Rolle als "Prosument" will er die Konsumwelt zunehmend aktiv mitgestalten und selbst produzieren. Eine Zwischenbilanz der Medienevolution. Seit der Erfindung der Druckerpresse hat sich die Medienwirtschaft ein halbes Jahrtausend lang im Grundsatz kaum verändert. Lange prägten wenige professionelle Medienhäuser, welche die Bilderwelten erzeugten, und viele passive Verbraucher, welche die Bilderwelten konsumierten, unsere Branche. Inzwischen sorgt der Siegeszug der Informations- und Kommunikationstechnologien für einen fundamentalen Umbruch der Medienwirtschaft und ihrer Bilder. Einige Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang gar von einem aufziehenden Medien-Tsunami, der alle Wackelkandidaten hinwegspülen wird. Was ist passiert? Die Medien-Technologie des 21. Jahrhunderts mit ihren segensreichen Erfindungen hat die schöne, bunte Einkaufswelt gehörig ins Wanken gebracht. Aus der Masse der schutzbedürftigen Verbraucher schälen sich allmählich gut informierte und selbstbewusste Kunden heraus, die bestimmte Vorlieben und Wünsche hegen und nicht nur viel genauer hinschauen, welchen Gegenwert sie für ihr Geld bekommen, sondern auch aktiv mitgestalten wollen. Leider haben das viele Unternehmen der Druck- und Medienindustrie immer noch nicht begriffen. (Mehr in Print 1-2/2007)