Di 18.08.09

Drucksachenproduktion: Immer an der Norm lang...?


Leitthema des erstmals an der Hochschule der Medien in Stuttgart durchgeführten Print Media Production Forums war die Qualitätssicherung im digitalen Workflow.


Vorbedingung sind korrekt erzeugte und verarbeitete Daten. Hier besteht Handlungsbedarf. Also: Testen und lernen was geht! Heute drucken wir schön, morgen drucken wir wieder. Des Druckers ISO-Seeligkeit hält sich dabei in Grenzen, die Zertifizierungs-Welle rollt. Der eine versucht, "nach Kompass" zu marschieren - mittels Medienstandard Druck, PSO und Fogra-39-Daten möglichst schnurstracks auf die Sollfarborte zu. Der andere wandert auf Seitenwegen, oder sogar querfeldein. Dort wachsen jene Kraut-und-Rüben-RGBs, die er in CMYK drucken soll. Mordsgaudi oder Ärgernis? Nach Hokuspokus steht Druckern nicht der Sinn, umso mehr nach Produktionssicherheit. Vorbedingung ist eine zweifelsfreie "Farbkommunikation" - vom Entwurf über die Digitalfotografie und die Vorstufe bis in den Drucksaal. Standardisierung heißt: vom Gleichen reden und in gleicher Weise handeln. Dies ist aber im "Jahre 7 nach PSO" bzw. "14 nach ICC-Colormanagement" noch nicht der Fall. Augen zu, und durch? Eine untaugliche Maxime. Nur einwandfreie Ergebnisse zählen - und seien sie, verfahrenstechnisch, im Minimalkonsens erzielt. (Mehr in Print 12/2007)