Mi 13.06.18

Esko, AVT, X-Rite und Pantone bündeln ihre Kräfte bei Farb- und Prüflösungen: Ziel ist ein auf Anhieb fehlerfreier Workflow in der gesamten Verpackungslieferkette


Esko (www.esko.com), ein weltweiter, innovativer Anbieter von Geräten und Software für den Entwurf, die Entwicklung und Produktion von Verpackungen, hat heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen sich mit AVT, X-Rite und Pantone – den Schwesterunternehmen von Danaher (NYSE: DHR) – zusammengeschlossen hat, um seine Automatisierungs- und Kommunikationslösungen mit der Farbtechnologie von X-Rite und Pantone sowie den Kamera-Prüflösungen von AVT zu kombinieren.

Die Vernetzung der drei Lösungen, in der die modernsten Technologien von Esko, AVT, X-Rite und Pantone digital miteinander verbunden werden, wurde auf jährlichen Anwender-Veranstaltung EskoWorld vorgestellt, die vom 5. – 7. Juni 2018 in San Antonio, Texas, USA, stattfand. Sie wurde mit dem Ziel entwickelt, den digitalen Datenfluss in vernetzten Systemen zu gewährleisten sowie der Nachfrage des Marktes nach einer schnelleren Produkteinführung und nach einer gleich beim ersten Mal fehlerfreien Produktion auch kleiner Stückzahlen gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen Kosten eingespart und Abfall vermieden werden.

Automatische Konfiguration von Prüfgeräten erhöht Druckmaschinenverfügbarkeit um 30 bis 60 Minuten pro Schicht

Gegenwärtig sind der Prüfaufwand für Druckerzeugnisse und die damit verbundenen Vorgänge mit zeitaufwändigen manuellen Eingriffen seitens des Maschinenbedieners verbunden. Diese verlängern zwangsläufig die Rüstzeit an der Druckmaschine. Zudem ist der manuelle Prüfaufbau fehleranfällig, verursacht zusätzliche Stillstandzeiten und kann die Qualität des Endproduktes beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass Prüfgeräte häufig auch gar nicht eingesetzt werden. Jetzt gibt es eine digitale Verbindung zwischen der Automation Engine als führendem Druckvorstufen-Workflow für Verpackungen von Esko, dem Druckmaschinen-Workflow von AVT und den Prüfsystemen Helios und Argos: Sie stellen die nötigen Daten zur Verfügung, um einen Auftrag auf konventionellen und digitalen Druckmaschinen sowie an Aufwickelgeräten automatisch für die Qualitätskontrolle einzurichten. Geert De Proost, Director Solutions Marketing bei Esko, sagt: „Diese Vernetzung der einzelnen Lösungen nimmt dem Bediener einen Arbeitsschritt ab und garantiert gleich beim ersten Mal fehlerfreie Ergebnisse. Die Folge sind eine höhere Prüfgenauigkeit, eine einheitliche Nutzung und weniger Ausschuss. Zudem gewinnen wir pro Schicht 30 bis 60 Minuten an Produktionszeit.“

Optimierte Inline-Farbmessung und automatisches Erstellen von Farb-Analysen

Markeninhaber stellen immer höhere Anforderungen an die vom Verarbeiter einzuhaltenden Farbspezifikationen und fordern daher Analysen zur Druckqualität ein. Oft ist die Inline-Farbmessung beim Verarbeiter aus mehreren Gründen verbesserungswürdig. Das können ineffizient eingerichtete Aufträge sein, eine fehlende automatische Berichterstellung im Unternehmen selbst oder beim Kunden/Markeninhaber und die fehlende Integration von Offline-Messungen in die Gesamtbewertung der Farbe.

Durch die neue bidirektionale Integration zwischen der ColorCert Suite von X-Rite, die die Farbanforderungen definiert und die Farbdaten des Drucklaufs erfasst, um einen Farb-Qualitätsbericht zu erstellen, und dem Inline-Farbmessgerät Spectralab von AVT werden die Auftragsdaten automatisch an das Spektralfotometer gesendet, das den Auftrag selbsttätig für die Inline-Farbmessung einrichtet. Während des Drucklaufs werden die Farbmesswerte direkt vom AVT Spectralab an die X-Rite ColorCert Suite übertragen. Diese erfasst die Daten und erstellt eine Farb-Scorecard, die über die Qualitätsmerkmale der Farbe des Drucklaufs informiert.

„Diese digitale Integration gewährleistet auf Grundlage objektiver Messergebnisse eine höhere Transparenz der Farbleistung. Die neue Lösung hilft den Verarbeitern, gleich beim ersten Mal einen fehlerfreien Workflow sicherzustellen, und verbessert die Farbkonsistenz für Markeninhaber“, ergänzt Roie Moran, Produktmanager bei AVT.

Druckmaschinen-Bediener sparen pro eingerichtetem Auftrag ganze 5 Minuten

Noch müssen die Bediener die Produktionsdaten manuell und separat in verschiedene Systeme eingeben. Diese Doppel-Eingaben bergen ein hohes Fehlerrisiko. Über eine digitale Verbindung zwischen der Kommunikations-Plattform WebCenter von Esko und der ColorCert Suite von X-Rite werden die farbspezifischen Daten beim Einrichten des Auftrags automatisch übernommen. Während der Produktion des Auftrags auf der Druckmaschine werden wichtige Kennwerte zum Speichern an WebCenter übertragen und zentral angezeigt, um eine wirklich automatische Farbsteuerung und Analyse sicherzustellen. Produktmanagerin Betsy Van Kooten bestätigt: „Mit dieser Vernetzung erzielen die Bediener auf Anhieb ein fehlerfreies Druckergebnis. Der Zeitaufwand zum Einrichten des Auftrags kann sich um bis zu 5 Minuten pro Job verringern, gleichzeitig verbessern sich die Rückverfolgbarkeit und Transparenz im Design-Workflow.“

Die auf der EskoWorld vorgestellten Vernetzungs-Lösungen werden ab Herbst 2018 erhältlich sein.

„Das Einbinden von Kommunikation und Workflow-Lösungen in die Vorgänge der Farbspezifikation und Kameraprüfung ermöglicht beträchtliche Effizienzsteigerungen in der Verpackungslieferkette. Jetzt müssen die Verpackungs- und Farbdaten nur noch ein einziges Mal eingegeben werden, um den richtigen Kommunikationsweg und aussagekräftige Berichte zu gewährleisten“, betont Danielle Sauvé, Director of Customer Insights & Experience für die Product Identification Plattform von Danaher, abschließend.