Mo 25.10.10

„Fast jeder zweite Manager erwartet steigende Gewinne“


Die Hamburger Personal- und Unternehmensberater Apenberg+Partner haben kürzlich ihre aktuelle Herbstprognose vorgelegt. Demnach haben sich die Geschäftserwartungen der Druck- und Verlagsbranche deutlich verbessert.


45% der Befragten aus der Druckindustrie erwarten eine Ergebnisverbesserung im Jahr 2011.

Jörn Dreessen, zuständiger Projektleiter bei Apenberg+Partner, fasst die Ergebnisse der umfangreichen Befragung zusammen: „Die Geschäftserwartungen der Druck- und Verlagsbranche haben sich deutlich verbessert. Fast jeder zweite Manager erwartet für 2011 steigende Gewinne.“
Druckindustrie
Die deutschen Druckereien hätten sich laut Apenberg-Meldung zur Prognose für 2011 vor allem vorgenommen, die unbefriedigende Ergebnissituation zu verbessern. Der Anteil der Unternehmen, die eine Verbesserung ihres Unternehmensergebnisses erwarten, steige auf 45% (Vorjahr: 28%). Die Marktentwicklung werde im Vergleich zum Vorjahr positiver eingeschätzt. Mit einer gleich bleibenden bzw. besseren Marktentwicklung rechnen 78%, während im Vorjahr lediglich 62% der Befragten dieser Meinung waren. Die Personalstärke wollen 60% der befragten Unternehmen nicht verändern. Das Investitionsverhalten werde sich 2011 jedoch weiter abkühlen. Lediglich 29% (Vorjahr: 38%) wollen mehr investieren als in diesem Jahr.
Grafische Lieferindustrie
74 Unternehmen der grafischen Zulieferindustrie in Deutschland beteiligten sich an der Herbstprognose 2011. Die größte Gruppe bildeten die Grafischen Fachhändler (23%), gefolgt von den Herstellerkategorien „Pre-Press“, „Press“ und „Post-Press“, die jeweils mit einem Anteil von 16% vertreten waren. Auch in der grafischen Zulieferindustrie lasse sich ein wachsender Optimismus feststellen. Während im letzten Jahr 39% der Manager ein Marktwachstum voraussagten, erwartet für 2011 jetzt jeder zweite befragte Manager eine Verbesserung der Marktsituation. Die optimistische Brancheneinschätzung der Manager gehe mit der Erwartung einher, dass sich im nächsten Jahr bessere Unternehmensergebnisse erzielen lassen. Immerhin 46% der Befragten vertraten diese Ansicht. Der Personalabbau in den Unternehmen ist weitgehend abgeschlossen. 34% (Vorjahr: 21%) der Manager gaben sogar an, im kommenden Jahr neues Personal einstellen zu wollen.
Verlage
119 Verlage aus Deutschland beteiligten sich an der Herbstprognose 2011. In diesem Jahr erwiesen sich erneut die Zeitungsverlage mit einem Anteil von 34% als größte Teilnehmergruppe, gefolgt von den Fachzeitschriftenverlagen (28%). Die Verlage blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Während im letzten Jahr nur 23% von ihnen ein Marktwachstum vorhersagten, erwarten jetzt 40% eine positive Marktentwicklung für das nächste Jahr. Bei den Verlagen ist ein Trend zur Erweiterung und zum Ausbau ihrer Wertschöpfungskette zu beobachten. 47% (Vorjahr: 33%) der Unternehmen gaben an, dies zu tun. Die Ergebnissituation wird von den Verlagsmanagern deutlich optimistischer gesehen als im Vorjahr. 51% (Vorjahr: 36%) der Unternehmen rechnen mit einem Ergebniszuwachs. Der Personalabbau in den Verlagen nimmt deutlich ab. Der Anteil der Verantwortlichen, der für das nächste Jahr eine Verringerung der Personalstärke plant, sinkt von 41% (Vorjahr) auf jetzt 20%. Corporate-Publishing-Verlage (33%) und Zeitschriftenverlage (31%) werden jedoch gegen den allgemeinen Trend weiter Personal abbauen müssen.
Die Hamburger Personal- und Unternehmensberater konnten wieder einen Beteiligungsrekord an ihrer traditionellen Herbstprognose erzielen. 458 Unternehmen (Vorjahr: 425) folgten der Bitte der Consultants und haben sich zu den wirtschaftlichen Erwartungen ihrer Branche geäußert. Insgesamt wurden Führungskräfte aus 400 Verlagen, 600 Druckereien und 150 Unternehmen der grafischen Zulieferindustrie angeschrieben. Die Responsequote betrug 40 Prozent. 96 Prozent der Fragebogen wurden von Vorständen und Geschäftsführern beantwortet. Vier Prozent der Antworten stammten aus anderen Bereichen. 265 Druckereien, 119 Verlage und 74 Unternehmen der grafischen Zulieferindustrie haben sich dieses Jahr an der Befragung beteiligt.
Teilnehmer der Studie erhalten die Ergebnisse in diesen Tagen kostenfrei zugesandt. Für alle anderen Interessenten kann die Studie gegen eine Schutzgebühr von 95,00 Euro (zzgl.19% Mehrwertsteuer) als PDF bei Apenberg+Partner (www.apenberg.de) bestellt werden.