Do 28.10.10

Inmould-Etiketten mit Tempo 10.000 stanzen


Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ihr Produktportfolio um eine Lösung für die Etikettenproduktion erweitert.


Die Speedmaster XL 105-DD stanzt rotativ mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10.000 Bogen pro Stunde.

Die neue Speedmaster XL 105-DD wurde internationalen Kunden am 20. und 21. Oktober 2010 anlässlich der Print Media Center (PMC) Label Days in Wiesloch-Walldorf vorgestellt. Das „DD“ steht dabei für Die-Cutting. Die Maschine arbeitet nach dem Prinzip der Rotationsstanze und wurde speziell für die Verarbeitung von Inmould-Etiketten (IML) entwickelt. Diese Etiketten werden heute üblicherweise auf Flachbett- oder Durchdrückstanzen verarbeitet. Beide Verfahren arbeiten, so Heidelberg, mit Einschränkungen, da Flachbettstanzen hier nur die Verarbeitung von Einzelbogen zulassen und Durchdrückstanzen lediglich bis zu einer Etikettengröße von bis zu 400 mm einsetzbar sind. Weiterhin biete die Speedmaster XL 105-DD Vorteile bei den Werkzeugkosten: Im direkten Vergleich zu den Flachbettstanzen seien hier Einsparungen von mehr als 50 Prozent realisierbar. Bei den Rüstzeiten falle der Vorteil der XL 105-DD noch deutlicher aus: Die Speedmaster XL 105-DD werde in rund 15 Minuten eingerichtet. Ein separates Zurichten sei aufgrund der hohen Genauigkeit der Zylinder und der Stanzform nicht erforderlich. Bei einer Flachbettstanze werden hingegen bis zu fünf Stunden für das erstmalige Einrichten bei IML benötigt. Bei den Produktionsgeschwindigkeiten biete die neue Maschine ebenfalls deutliche Vorteile gegenüber den bis heute gängigen Verfahren: Während Flachbett-Stanzen durch den Bogentransport eine Produktionsgeschwindigkeit von 4.000 bis 6.000 Bogen pro Stunde erreichen, ist mit der Speedmaster XL 105-DD eine Geschwindigkeit von bis zu 10.000 Bogen pro Stunde möglich.