Mi 03.11.10

Der Drucker wird zum Medientechnologen Druck


Am 1. August 2011 fällt der Startschuss für die neuen Ausbildungsordnungen der Druckindustrie sowie der Papier und Kunststoffe verarbeitenden Industrie.

Der Bundesverband Druck und Medien sowie die Gewerkschaft Verdi haben unter dem Dach des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA) auf ihrer Herbsttagung Ende Oktober 2010 in Leipzig gemeinsam mit den Sachverständigen für die Neuordnungsverfahren folgende neuen Berufsnamen beschlossen: Medientechnologe Druck für den Drucker, Medientechnologe Siebdruck für den Siebdrucker, Medientechnologe Druckverarbeitung für den industriellen Buchbinder, Mediengestalter Flexografie für den Flexografen und Packmitteltechnologe für den Verpackungsmittelmechaniker. Das Handwerk hat sich bereits im Vorfeld für die bestehende Berufsbezeichnung Buchbinder entschieden, so dass es in der Druckweiterverarbeitung in Zukunft zwei Berufe geben wird.
Den stark veränderten inhaltlichen Schwerpunkten der Berufe sollen auch die jeweiligen Berufsbezeichnungen Rechnung tragen. Nach dem Erfolgsmodell des Mediengestalters soll die neue Medientechnologenfamilie damit auch attraktiver für Bewerber werden.
Über die neuen Berufsbezeichnungen wurde im Vorfeld und während der Sachverständigenarbeit intensiv diskutiert. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesministerium für Wirtschaft, das die Berufsbezeichnungen am Schluss der Neuordnungsverfahren festlegt. Der ZFA hofft, dass mit dem Beschluss der schwierige Prozess der Namensfindung seinen Abschluss gefunden hat und das Bundesministerium den Vorschlägen der Sachverständigen und den beteiligten Verbänden Bundesverband Druck und Medien (BVDM), Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV), Bundesinnung für das Flexografen-Handwerk (BIF), Bund Deutscher Buchbinder (BDBI) und der Gewerkschaft Verdi folgt.
Die genauen inhaltlichen Vorschläge der Sachverständigen des Bundes zur Neuordnung der einzelnen Berufe können unter www.bvdm-online.de abgerufen werden.