Mo 01.08.11

Druckindustrie hinkt hinterher


Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat in seinem Konjunkturtelegramm für den Monat Juli die Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests für die Druckindustrie bekannt gegeben. Demnach ist die Geschäftslage mit –21 % um das Dreifache schlechter als im Vormonat und damit bereits den dritten Monat in Folge negativ.

Vor allem die Auftragsbestände im Vormonat werden deutlich schlechter beurteilt. Der Abstand zur Geschäftslagebeurteilung der Gesamtindustrie beträgt nun sogar 66 Prozentpunkte, d.h. in der Gesamtindustrie wird die Geschäftslage wesentlich besser eingeschätzt. Das entspricht zwar im Juli einem typischen Saisonmuster, so groß wie diesen Monat waren die Abstände aber noch nie. Ungefähr 40 % der befragten Druckereien sind nach den Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests im Auslandsgeschäft tätig. Ihre Beurteilungen der Auslandsaufträge haben sich seit März 2011 kaum verändert und sind mit –8 % unverändert schlecht.

 

Laut der Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests ist im Juli das Geschäftsklima für das nächste Quartal wegen der verschlechterten Einschätzungen zur Geschäftslage mit -1 % wieder unter die Nulllinie gerutscht. Die Erwartungen für das Auslandsgeschäft hingegen seien mit 7 % der Antwortsalden nahezu unverändert. Die Geschäftserwartungen der deutschen Druckindustrie sind für das nächste Halbjahr jedoch weiterhin positiv und liegen unverändert bei +21 %, wobei 32 % der Druckunternehmer eine Verbesserung, 11 % eine Verschlechterung und 57 % keine Veränderung der Geschäftslage erwarten. Im Vorjahresmonat lagen die Erwartungen noch bei +19 %.

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