Mo 05.12.11

Zeitungangebote für Jugendliche attraktiv


Als eine „erfreuliche Nachricht für unsere Branche“ hat der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, die vom Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest (mpfs) veröffentlichten Daten zur Zeitungsnutzung Jugendlicher bewertet: Laut „JIM-Studie 2011“ lesen 42 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland täglich oder mehrmals wöchentlich in ihrer Freizeit eine gedruckte Zeitung.

Dabei greifen die Jungen (46 Prozent) signifikant häufiger zur Zeitung als die Mädchen (38 Prozent). Damit liegt die Zeitung vor Computer- und Konsolenspielen (34) oder DVD- und Video (28).    


2011 nutzt darüber hinaus jeder fünfte 12- bis 19-Jährige (18 Prozent) regelmäßig das Online-Angebot der Tagespresse, Tendenz steigend. Die Zeitungen erreichen gedruckt und online damit rund die Hälfte der Heranwachsenden, sagte Wolff. Diese guten Nutzungswerte führe er auch auf die erheblichen Anstrengungen der Verlage zurück, die als Konsequenz aus dem „Pisa-Schock“ im Jahr 2001 verstärkt Nachrichten für Kinder, redaktionelle Beilagen für die junge Zielgruppe, eigene Online-Angebote, aber auch zusätzliche pädagogische Aktivitäten wie „Zeitung im Kindergarten“ oder „Zeitung für Azubis“  entwickelt hätten.  „Allein mit den Leseförderungsprojekten der Zeitungen erreichen wir pro Jahr rund eine Million Kinder, Jugendliche und Auszubildende“, erläuterte der Hauptgeschäftsführer.


Auch auf einem weiteren Feld können die Zeitungen punkten: Sie sind laut JIM-Studie 2011 für Jugendliche das glaubwürdigste Medium. 40 Prozent vertrauen bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten der Tageszeitung. Auf den Plätzen folgen  Fernsehen (29 Prozent) und Radio (16 Prozent); für 14 Prozent ist das Internet besonders vertrauenswürdig. 

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich „Kinder – Jugend – Zeitung“ stehen im Zentrum der gleichnamigen Konferenz, zu der der BDZV am 29. Februar und 1. März 2012 rund 200 Experten aus Redaktion und Verlagsmanagement in Berlin erwartet.