Mi 16.10.13

Druck- und Medienbranche fordert Reform der Erneuerbare Energie-Förderung


Erneuter Anstieg der EEG-Umlage gefährdet zunehmend Wachstum und Arbeitsplätze/ Nicht-privilegierte Mittelständler sind die Leidtragenden

„Wir fordern eine grundlegende Reform der Förderung Erneuerbarer Energien. Es kann nicht sein, dass ein an sich wichtiges gesellschaftliches Ziel --- der Umbau der Energieversorgung --- andere Staatsziele wie Wachstum, Wohlstand und Arbeits-plätze gefährdet. Der zu erwartende neuerliche Anstieg der EEG-Umlage auf vo-raussichtlich deutlich mehr als 6 Cent pro Kilowattstunde übersteigt die Grenze der Zumutbarkeit, der Belastbarkeit und der Akzeptanz für die Energiewende‘‘, erklärt Christoph Schleunung, Landesvorsitzender des Verband Druck und Medi-en Bayern (VDMB).

Die bayerische Druck- und Medienbranche umfasst etwa 1.000 Betriebe mit über 30.000 Beschäftigten und mehr als drei Milliarden Euro Jahresumsatz. Fast alle Unternehmen der Branche stehen im europäischen Wettbewerb, die wenigsten jedoch sind von der EEG-Umlage befreit. Die Erleichterungen bei der Preissteige-rung, die nur für Großbetriebe gelten, gehen bei der stark mittelständisch gepräg-ten Branche ins Leere. „Die Druckbranche steht mitten in einem harten Struk-turwandel, der vornehmlich über den Preis ausgefochten wird. Kostensteigerun-gen im Energiebereich, die von Jahr zu Jahr zunehmen, können kaum an den Kunden weitergegeben werden und bringen das Fass langsam zum Überlaufen. Wir fordern von einer neuen Bundesregierung in aller Deutlichkeit weitreichende Korrekturen am bestehenden System der Erneuerbarenförderung, die nicht nur Großkonzerne, sondern vor allem das Rückgrat der bayerischen und deutschen Wirtschaft --- den Mittelstand --- berücksichtigt‘‘, so VDMB-Hauptgeschäftsführer Holger Busch.