Mo 12.11.18

Print-Werbung treibt Online-Käufe


In einer von mehreren Verbänden gemeinsam herausgegebenen Studie wurden jetzt interessante Erkenntnisse über die positive Wirkung von Print-Werbung auf den Online-Handel veröffentlicht. Bei der empirischen Studie haben IPC (International Post Corporation), GEA (Global Envelope Alliance) und der VDBF (verband der deutschen Briefumschlag-Industrie) zusammengearbeitet, um die Einstellungen der Verbraucher zur Werbe-Post und die Wirksamkeit des Mediums auf den E-Commerce zu messen. An der Befragung nahmen über 3.000 Konsumenten in Deutschland, Japan und USA teil. Die Befragung wurde im Juli 2018 durchgeführt.

Die Zunahme von digitalen Ad-Blockern zeigt den besonderen Wert von Direct-Mail.

Eine Mehrheit der Befragten gab an, mindestens einmal pro Woche Werbe-Post zu erhalten. Interessant ist dabei, dass 83% der Deutschen, 76 % der US-Amerikaner und 75% der Japaner mindestens einmal am Tag ihren Briefkasten überprüfen. Damit wird bereits deutlich, dass Direct-Mail ein überaus erfolgsversprechender Werbekanal bleibt und von der übergroßen Zahl von Verbrauchern unmittelbar wahrgenommen wird.

Im Zuge der Befragung wurde jedoch auch festgestellt, dass unadressierte Werbepost von den Haushalten häufiger blockiert wird. Ca. 35% der Haushalte in Deutschland, 33% in Japan und 25% in den USA, lehnen unadressierte Werbung ab. In Deutschland und Japan geschieht dies zumeist mit einem entsprechendem Aufkleber auf dem Briefkasten,  während man sich in den USA in eine “do not mail” Liste einträgt.

Internet-Werbung stößt laut Studie bei den Verbrauchern zunehmend auf Ablehnung. Von immer mehr Verbrauchern wird mittels sog. Ad-Blocker der Zugang von Online-Werbung verhindert. Ein digitaler Ad-Blocker wird heute bereits von 38% der Deutschen eingeschaltet, 31% sind es in den USA und in Japan  25%. In allen drei Ländern plant zudem ein großer Anteil der befragten Konsumenten in naher Zukunft einen digitalen Ad-Blocker zu installieren – hier drückt sich die zunehmende Frustration der Verbraucher mit dem Internet als Werbe-Kanal aus.

Online-Geschäft lässt sich mit Print-Werbung nachweislich steigern

Der E-Commerce wächst weltweit rasant weiter. Nachweislich kann man dem Wachstum mit guter Print-Werbung weitere Impulse verleihen. Dabei spielen beigefügte Gutscheine und Rabattcodes für Online-Bestellungen eine besonders wichtige Rolle. In allen drei untersuchten Ländern suchen die Konsumenten gezielt nach Gutscheinen oder Rabatten, bevor sie online einkaufen.

Online-Händler haben die positive Wirkung von Print-Werbung längst erkannt und nutzen dieses Instrument intensiv.

Fast zwei Drittel (65%) der befragten Japanischen Konsumenten, 59% der Amerikanischen und 48% der Deutschen Konsumenten haben im letzten Jahr mindestens einen Werbebrief von einem Online-Händler erhalten.

Häufig verschickten Online-Händler auch Werbekataloge an existierende und potentielle Kunden. So erhielten im vergangenen Jahr 60% der Befragten in USA, 53% in Deutschland und 35% in Japan diese spezielle Art der Print-Werbung. Zu den Online-Händlern, die die häufig Werbe-Briefe und Kataloge verschicken gehören besonders große Online-Händler wie OTTO, Amazon und Rakuten.

Der Einsatz von Print-Werbung liefert den Online-Händlern nachweislich gute Ergebnisse. Auf die Frage, wie viele Online-Käufe sie im letzten Jahr aufgrund von Werbe-Post getätigt haben, antworteten 76% der Amerikaner, 62% der Deutschen und 55% der Japaner, dass sie  deswegen zusätzliche Käufe getätigt haben. Die befragten Konsumenten in den USA hatten aufgrund der Werbe-Post durchschnittlich zusätzlich 7,1 Käufe, in Deutschland 3,7 Käufe und in Japan 2,7 Käufe getätigt.

Verpackung & Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Studie wurden die Konsumenten auch danach befragt, wie wichtig für sie die Umweltfreundlichkeit der eingesetzten Verpackungen ist. Dabei zeigten sich in den befragten Ländern große Unterschiede. Während die Mehrzahl der befragten Konsumenten in Deutschland (68%) und den USA (61%) bereit waren, für nachhaltige Verpackung 10 Cents mehr zu bezahlen, war in Japan mit 39% nur eine Minderheit bereit, für umweltfreundlichere Verpackungen einen Aufschlag hinzunehmen.  

Die vorherrschende Verpackung im E-Commerce ist die Kartonage, die in Deutschland bei 66% aller Bestellungen zum Einsatz kommt. In USA werden Kartonagen bei 51% und in Japan bei 40% aller Bestellungen eingesetzt. Bereits an zweiter Stelle folgen Produkte der Briefumschlagindustrie wie Versand- und Faltentaschen. Ihr Anteil beträgt in Deutschland rund 10% in Japan 15% und in den USA 16%.