Mi 14.11.18

Deutsche Drucker müssen Ihre Preise 2019 drastisch erhöhen. Steigende Papierpreise lassen der Branche keine Wahl


Die Ergebnisse der Herbstprognose 2019 von Apenberg & Partner sind alarmierend. Denn auch angesichts der angespannten Marktlage zeigt der Großteil der Drucker wenig Bereitschaft, ihre Abnehmerpreise zu erhöhen. Vor dem Hintergrund steigender Papierpreise ein gravierender Managementfehler.

Nach den neuesten Ergebnissen der aktuellen Herbstprognose der Hamburger Print Business Consultants Apenberg & Partner, wird sich die Krise der deutschen Druckindustrie erheblich verschärfen. Während 93 Prozent aller Befragten drastische Preiserhöhungen seitens ihrer Lieferanten erwarten, haben nur 20 Prozent der Druckereimanager den Mut, ihre Abnehmerpreise zu erhöhen. „Eine fatale Fehlentscheidungen, die bei den meisten Druckereien zu herben Verlusten führen wird“, lautet das Fazit von Michael Apenberg, der seit mehr als 30 Jahren die Branche berät.

Sowohl in der Durchführung als auch in Ihren Ergebnissen spiegelt die renommierte Topmanagementbefragung innerhalb der Druckindustrie ein turbulentes Jahr 2018 wider: Die im Mai 2018 final in Kraft getretene DSGVO schränkte die Print Business Consultants hinsichtlich des Einsatzes ihrer Kommunikationsmittel deutlich ein, sodass sich nur 173, statt der gewohnten rund 300 Teilnehmer der Vorjahre, an der Studie beteiligten.

Hinsichtlich der Branchenaufteilung gab es traditionell die größte Resonanz von der „klassischen“ Druckindustrie, gefolgt von Verlagen und grafischen Zulieferern. Besonders das Segment der Verpackungsdrucker ist dieses Jahr deutlich schwächer vertreten, als im letzten Jahr.

Druckindustrie

Die Erwartungen der Druckindustrie fallen für 2019 keinesfalls mehr so optimistisch aus, wie noch vor zwölf Monaten. 93 Prozent aller Befragten rechnen mit steigenden Lieferantenpreisen bei stagnierenden Abnehmerpreisen, eine Entspannung der Situation erwartet dahingegen kein einziger Teilnehmer. Bei den Rollenoffsetdruckern fällt besonders auf, dass sie für 2019 geschlossen von steigenden Lieferantenpreisen ausgehen, während sie dieses Thema in der Befragung für 2018 noch weniger kritisch bewerteten. Unternehmen mit Bogendruckproduktion spiegeln die Einschätzung der Akzidenzsparte fast perfekt wider. Sie befürchten mehrheitlich eine weiterhin rückläufige Marktentwicklung (51 Prozent) und rechnen ebenfalls mit steigenden Lieferantenpreisen. Die diesjährige Auswertung der Daten zeigt, dass 80 Prozent aller Unternehmen, die im Digitaldruck produzieren, zusätzlich auch über Bogendruck-Kapazitäten verfügen. Die Zukunftseinschätzung dieses Segments ist dementsprechend sehr nah mit der kritischen Einschätzung aller Bogendrucker verwandt.

Verlage

Während die Verlage im letzten Jahr eine leicht rückläufige Marktentwicklung bei höheren Liefrantenpreisen und einer Stagnation der Abnehmerpreise erwarteten, gehen sie dieses Jahr von einer drastischen Negativentwicklung im Markt aus (65 Prozent), die ebenfalls durch deutlich stärker steigende Lieferantenpreise bedingt ist (73 Prozent). Bzgl. der Abnehmerpreise sind Verlagsunternehmen hingegen vorsichtig optimistisch, denn rund 46 Prozent erwarten einen Anstieg in 2019.

Grafische Zulieferer

Die Zulieferindustrie teilt die Erwartungen eines stagnierenden Marktumfeldes, auch wenn diese Teilnehmergruppe die im Vergleich die ausgewogenste Aussicht auf 2019 vertritt. Es wird lediglich ein leichter Rückgang der Marktentwicklung (38 Prozent) erwartet, dem die Hoffnung auf eine Ergebnisverbesserung (34 Prozent) entgegensteht.

Verpackungsdruck

Eine vergleichsweise optimistische Zukunftshaltung zeichnete diese Gruppe bereits im Vorjahr aus. Trotz des auch hier erwarteten Anstiegs der Lieferantenpreise, wird in fast keinem Themengebiet mit rückläufigen Entwicklungen in den Produktgruppen Etiketten und Faltschachteln gerechnet.

Ein Exemplar der Studie erhalten Sie gegen eine Schutzgebühr von 50 Euro bei:

Frau Bettina Weiß

Telefon: (040) 450 121 43

Telefax: (040) 450 121 20

E-Mail: b.weiss(at)apenberg.de

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