Mi 28.11.18

Tarifverhandlungen Druckindustrie: Erneut keine Einigung


Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie zwischen dem bvdm und ver.di treten auf der Stelle. Im mittlerweile fünften Gesprächstermin am 22. November 2018 in Berlin konnten sich die Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaft nicht auf ein neues Lohnabkommen und eine Reform des Manteltarifvertrages einigen. ver.di habe an einer Gestaltung der Arbeitsbedingungen der Zukunft für die gesamte Branche offenbar kein Interesse, so bvdm-Verhandlungsführer Boyens.

Sönke Boyens


Sönke Boyens

Die Arbeitgeber erneuerten ihr in der vorigen Verhandlungsrunde vorgelegtes Angebot einer zweistufigen Lohnerhöhung von in der Summe 3,8 %, Einmalzahlungen von insgesamt 400 € und der Bereitschaft, die im MTV geregelten Arbeitsbedingungen der jetzt Beschäftigten unverändert zu lassen. Jedoch ist die Gewerkschaft erneut nicht auf diese weit reichenden Angebote der Arbeitgeber eingegangen und verharrt auf ihrer Maximalposition.

„Im heutigen Gespräch entstand der Eindruck, dass sich die Gewerkschaft nur noch auf Haustarifverträge in einigen ‚Leuchttürmen‘ konzentrieren will“, kritisierte bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens mit Blick auf die festgefahrenen Verhandlungen. „An einer Gestaltung der Arbeitsbedingungen der Zukunft für die gesamte Branche hat ver.di offensichtlich kein Interesse.“

Die Arbeitgeber haben ver.di gegenüber signalisiert, auch zukünftig Gespräche zur konstruktiven Lösung des Tarifkonflikts führen zu wollen. Ver.di brach die Gespräche am frühen Nachmittag ab. Ein neuer Gesprächstermin wurde nicht vereinbart.

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