Mo 02.12.19

Neustart als Sepio 2.0 am neuen Standort


Die Sepio GmbH wurde im Jahr der Wiedervereinigung, damals unter dem Namen „Werbe- und Sofortdruck“ in Berlin gegründet. Nach kurzer Zeit erfolgte schon der Umzug nach Leipzig. Im Jahr 2014 wurde das Unternahmen durch ein Management-Buy-Out durch die jetzigen Geschäftsführer Danny Schiewick und Norbert Lotz übernommen. Die Produktpalette des Unternehmens umfasst klassische Akzidenzen, Flyer, Poster, Faltblätter, Broschuren, sowie Mailings, Großformatdrucke, gedruckte Werbemittel, Verpackungen, Mailings, Verpackungen, personalisierte und individualisierte Drucksachen. Mit ihren Dienstleistungen für die Kultureinrichtungen Leipzigs, wie Oper, Gewandhaus und Schauspielhaus, kann sie sich mit Fug und Recht „Kulturdruckerei“ nennen.

Die überprüfte Maschine an ihrem neuen Standort


Die überprüfte Maschine an ihrem neuen Standort

Das neue Herzstück – eine Xerox-Digitaldruckmaschine


Das neue Herzstück – eine Xerox-Digitaldruckmaschine

Blick in die Weiterverarbeitung


Blick in die Weiterverarbeitung

Nach 25 Jahren am Standort in Leipzig Lindenau waren die Räume für die Bedürfnisse des Unternehmens zu klein geworden und es musste etwas Neues her. Durch die Anpassung des Portfolios und damit des Maschinenparks an die Bedürfnisse der Kunden und den Markt wurden dort über die Jahre mehrere neue Bereiche in dem Altbau angemietet. Doch letztlich waren alle Erweiterungen dem effektiven Ablauf der Produktion und dem Informationsfluss nicht von Erfolg gekrönt, da die Produktion auf zwei Etagen und in ungünstigen räumlichen Strukturen erfolgte. Nach längerer Suche wurde der Firma ein Standort in Leipzig Grünau angeboten. Dort werden die Erfordernisse erfüllt, es ist für eine Erweiterung noch Platz vorhanden und der neue Standort zeichnet sich durch eine gute Infrastruktur aus. Hier kann nun in einer großzügigen Produktionshalle mit allen Vorzügen eines Gewerbegebiets produziert werden.

Da sich die Sepio GmbH in den letzten Jahren stark im Bereich Digitaldruck entwickelt hat und weiterentwickeln wird, sollten von den zwei vorhandenen Offsetdruckmaschinen allerdings nur noch eine mit in das neue Quartier umziehen. Wenn Maschinen an neue Orte versetzt werden, ist dies immer eine diffizile Angelegenheit. Über die Jahre „gewöhnen“ sich die Anlagen an den Standort. Bei einer Standortverlegung besteht immer die Gefahr, dass es zu Komplikationen und Problemen kommen kann, wenn die Produktion mit der umgesetzte Maschine am neuen Standort anläuft. Um dieses Risiko zu minimieren, entschied sich die Sepio GmbH für eine umfangreiche Überprüfung durch Maschinenabnahmen, die vom Sächsischen Institut für die Druckindustrie durchgeführt.

Zur Überprüfung der gleichbleibenden Qualität der Maschine erfolgte vor und nach dem Umsetzen jeweils eine Abnahme. Dabei wird alles auf Herz und Nieren geprüft und die Ergebnisse beider Prüfungen miteinander verglichen. Bei den Abnahmen werden unter anderem der Übergabe- und der Anlagepasser, die druckwerksbezogene Tonwertstabilität, eventuelles Schablonieren, der Farbabfall und die Streifenbildung analysiert. Die Bewertung der Ergebnisse erfolgt nach der Richtlinie „Technische Abnahme von Bogenoffsetmaschinen“, die vom Bundesverband Druck und Medien im Jahr 2018 veröffentlicht wurde. Nach dieser Vorschrift werden Druckmaschinen unabhängig von Format und Druckwerksanzahl standardisiert – und somit vergleichbar – überprüft. Die Soll- und Toleranzwerte berücksichtigen dabei die individuelle Konfiguration des zu überprüfenden Aggregats. Bei der Maschinenabnahme ist Personal des Instituts vor Ort. Zusammen mit den Maschinenbedienern werden die Tests ausgeführt. Bei Neumaschinen, die nach der ersten Aufstellung abgenommen werden, ist idealerweise auch ein Vertreter des jeweiligen Herstellers dabei, der sofort auftretende Fehlfunktionen oder Defekte beheben kann.

Nach den Druckversuchen an der Maschine werden die dabei erstellten Probebogen im Institut nach der oben genannten Vorschrift ausgewertet. Im Falle der Maschine der Sepio GmbH erbrachte die Abnahme, dass die Maschine sowohl vor als auch nach dem Umzug bei den untersuchten Kriterien sehr gute und gute Ergebnisse erreichte. Für leicht überschrittene Toleranzen konnten durch das SID-Personal Hinweise gegeben werden, um die erforderlichen Sollwerte zu erreichen. Mit den ermittelten Ergebnissen war der Auftraggeber sehr zufrieden, geben sie ihm doch Sicherheit beim Betreiben der Druckmaschine. Seit mehreren Monaten arbeitet das Unternehmen nun an seinem neuen Standort und die Anstrengungen des Umzugs verblassen zusehends.