Mi 03.06.20

Einheitliche Vertriebs- und Servicestrukturen: Müller Martini bringt Unternehmensprozesse auf Vordermann


Die Müller Martini AG, Spezialist für Druckweiterverarbeitungssysteme, hat ein großangelegtes Projekt zur Zentralisierung der Infrastruktur an den mehr als zwanzig weltweit operierenden Standorten durchgeführt. Die Ziele waren dabei groß gesteckt: Effizienzsteigerungen, Qualitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen. Ein entscheidender Faktor bei der Standardisierung zahlreicher Unternehmensprozesse auf globaler Ebene war die Implementierung von SAP Field Service Management. Früher wurden administrative Aufgaben auf Papier erledigt und per Fax zum Schweizer Hauptsitz geschickt. Doch nun haben sich die Prozesse und der Datenaustausch beschleunigt und die Transparenz in dem Unternehmen durch die Nutzung einer gemeinsamen Plattform erhöht. Mit dem neuen IT-Konzept möchte sich Müller Martini innerhalb der Druckindustrie als Top-Anbieter im Bereich After Sales Services etablieren – ein klares Alleinstellungsmerkmal, das langfristig zu einer Steigerung von Neuinvestitionen führen soll.



Die Müller Martini AG produziert und vertreibt Anlagen für Druckverarbeitungssysteme. Genauer gesagt hat sich das 1946 gegründete Familienunternehmen auf die Herstellung von Postpress-Maschinen wie Sammelheft-, Klebebinde- und Zeitungsversandsystemen spezialisiert. Aufgrund der Dezentralisierung der Standorte waren früher zwar die Produktionsgesellschaft in der Schweiz und die zwanzig Vertriebsgesellschaften mit einem ERP-System verknüpft, jedoch war die Produktionsstätte in Deutschland nicht daran angebunden. Dadurch mussten bisher unter anderem Bestellungen von Maschinen und Ersatzteilen in den weltweiten Filialen erst per Fax oder Post in das Produktionswerk nach Zofingen geschickt werden. Ein neues integriertes IT-Konzept war daher dringend erforderlich.

Integrierte Lösungen aus einer Hand

Das Implementierungsprojekt bestand aus einer Kombination von drei Lösungen: SAP Business One, SAP ECC als ERP-Basis und SAP Field Service Management. Die Verbindung zwischen den Schnittstellen der Systeme stellt ein Connector dar, der Informationen zwischen der Cloud-Applikation und den On-Premise-Systemen austauscht. Somit lassen sich Daten zwischen den Applikationen SAP Business One und SAP ECC transferieren und die Stammdaten der Produktions- und Vertriebsgesellschaften synchronisieren. Der Vorteil: Alle Standorte sind über eine gemeinsame Plattform vernetzt, die einen reibungslosen Datentransfer ermöglicht. 

Standardisierte und vereinfachte Unternehmensprozesse

Die Entscheidung für die drei Lösungen aus einer Hand hat dazu geführt, dass Müller Martini inzwischen zahlreiche Unternehmensprozesse auf globaler Ebene standardisiert, vereinfacht und teilweise automatisiert hat. Zudem gelang es, die Transparenz zu erhöhen, da sämtliche Informationen gesammelt in nur noch einem einzigen System vorliegen. Die Qualität der Serviceleistungen und die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Daten von Müller Martini haben sich durch diesen neuen Prozess signifikant verbessert. Zudem ermöglichen das Controlling und Reporting, Kennzahlen zu erheben und umfangreiche Datenauswertungen durchzuführen – und das mit einer einheitlichen Datenqualität, wodurch auch die finanzielle Planung erheblich vereinfacht wird. Die Folge: effektivere Ressourcenplanung, eine Beschleunigung der Prozesse etwa in Form einer schnelleren Rechnungsstellung und Mitarbeiter, die mehr Zeit für das Kerngeschäft haben.

„Die integrierte Lösung aus ERP, CRM und Field Service Management bietet eine hocheffiziente und anwenderfreundliche Anbindung der Bereiche Verkauf und Service an unsere zentrale Unternehmenssoftware. Insbesondere die Field Service Management-Lösung ermöglicht die ressourcensparende und zuverlässige Abwicklung und Verrechnung der Serviceeinsätze und eröffnet die Option, zukünftig auch CRM-Daten im Verkauf einfach und schnell zu erfassen“, resümiert Reto Hofer, Program Manager MMServices, Global Services and Marketing bei der Müller Martini AG. „Eine vernetzte Lösung im besten Sinne, für die wir uns jederzeit wieder entscheiden würden.“