Di 09.06.20

Griebsch & Rochol Druck GmbH stellt Insolvenzantrag


Die Griebsch & Rochol Druck GmbH aus Hamm in Westfalen hat Ende vergangener Woche beim zuständigen Amtsgericht in Dortmund Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren gestellt. Das Gericht hat diesem Antrag stattgegeben und Rechtsanwalt Andreas Grund von der auf Restrukturierung und Sanierung spezialisierten Kanzlei AndresPartner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Rechtsanwalt Grund wird die Geschäftsführung nun mit seinem Team bei der Fortführung des Geschäftsbetriebes unterstützen und Sanierungsoptionen ausloten. Gemeinsam wollen sie nach weiteren Möglichkeiten zur Bewältigung der Corona-Krise suchen. Ein Investorenprozess wird zeitnah eingeleitet, um einen Investor zu finden, der bei Griebsch & Rochol Druck den Restrukturierungsprozess weiter unterstützt. „Erste Gespräche mit wesentlichen Beteiligten haben wir bereits aufgenommen“, sagt Restrukturierungsexperte Grund. Jetzt gehe es darum, vorhandene Aufträge abzuarbeiten und auch zu versuchen, neue Aufträge zu bekommen.

Griebsch & Rochol Druck befindet sich seit einiger Zeit in einem Restrukturierungsprozess, um sich besser gegen den harten Wettbewerb der Branche zu wappnen. Nach Aussage der Geschäftsführung war die Druckerei auf einem guten Weg und das neue Konzept habe bereits zu greifen begonnen. Aufgrund der Corona-Krise war der Umsatz des Druckereiunternehmens allerdings über 50 Prozent weggebrochen, was in laufenden Restrukturierungsprozess nicht mehr auffangen werden konnte.

Die rund 132 Beschäftigten und zwölf Auszubildenden, die am Freitag von der Geschäftsführung und dem vorläufigen Insolvenzverwalter über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert wurden, werden nun für drei Monate Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit erhalten, entsprechende Anträge werden gestellt.